POC POCito Skull
POC POCito Skull Kinderskihelm von POC (POCito Skull)
Für Familien, die bei der Schutzausstattung keine Kompromisse eingehen, und deren Kinder ohnehin schon schneller fahren als die Eltern.
Überblick
490 Gramm: Diese Zahl steht im Zentrum der POCito Skull, denn genau dort beginnt und endet das gesamte Designkonzept. POC baut Rennhelme für Erwachsene, und die POCito Skull überträgt dieselben Technologien auf einen Kinderkopf, in einer Schale, die die meisten Kinder einen ganzen Skitag lang gut tragen, wobei die Jüngsten das Gewicht durchaus spüren. Kein Ultraleichtmodell, aber auch kein Kompromiss: eine bewusste Entscheidung darüber, was Schutz in dieser Größe tatsächlich braucht.
Die Schale besteht aus Polycarbonat und ABS im Spritzgussverfahren. Im Inneren nimmt ein EPP-Liner (expandiertes Polypropylen) Stöße über mehrere Stürze hinweg auf, während einfaches EPS-Schaumstoff sich schon beim ersten harten Aufprall dauerhaft verformt. Für ein Kind, das skifahren lernt und im Laufe einer Ferienwoche wiederholt stürzt, ist das kein unbedeutender Unterschied. Nach einem ernsthaften Aufprall sollte trotzdem jeder Helm ausgetauscht werden, unabhängig vom Linermaterial.
Auf der eigenen Produktseite gibt POC die Zertifizierung mit EN 1077 Klasse A an, und der Helm verfügt über eine durchgehende Aramid-Durchstoßsperre im Liner. Manche Händler geben die Norm abweichend an, weshalb sich ein Blick auf das Etikett des tatsächlich gelieferten Helms lohnt. In der Schale sitzt zudem ein RECCO-Lawinenrettungsreflektor, passiv und ohne Batterie. Der Brillenclip auf der Rückseite trägt ein My-Info-Fach für die Kontaktdaten der Eltern, dazu liegen dem Helm reflektierende Aufkleber bei. POC bietet außerdem ein separates Zubehörset mit LED-Licht und Warnweste an. Mit 169,95 Euro liegt der Helm über dem Preis der meisten Kinderhelme, wobei die Extras eher durchdacht als dekorativ wirken.

Warum es sich hervorragend für Familienreisen eignet
Als Erstes fallen Eltern die Leuchtfarben auf. Fluoreszierendes Blau, Orange, Pink und Gelbgrün: Das sind Sichtbarkeitsfarben für die Piste, kein Zugeständnis an den Kindermarkt. An einem belebten Skitag, wenn ein Sechsjähriger irgendwo zwischen roter Piste und Liftstation in der Skischulgruppe unterwegs ist, macht Fluoreszenz den Unterschied zwischen dem sicheren Erkennen des eigenen Kindes und dem Absuchen eines anonymen Meeres aus schwarzen und grauen Helmen. Viele Besitzer geben an, dass allein die Farbe den Kauf entschieden hat, was einleuchtet, sobald man selbst einmal eine volle Liftschlange nach einem kleinen Helm absucht.
Über das Drehrad auf der Rückseite lässt sich der Sitz im Bereich XS-S (51 bis 54 cm Kopfumfang) sicher einstellen, sodass der Helm mit dem Kind mitwachsen kann. Aus Erfahrungsberichten geht hervor, dass ein Helm häufig zwei bis drei Skisaisons hält, bevor der Verstellbereich ausgereizt ist. Bei 170 Euro macht diese Rechnung einen Unterschied: Die Kosten verteilen sich über mehrere Winter statt auf eine einzelne Reise. Für Familien, die jedes Jahr skifahren, ist das die richtige Perspektive auf den Kauf.
Der flexible Clip auf der Rückseite hält die Skibrille an ihrem Platz, und das darin integrierte My-Info-Fach bietet Raum für die Kontaktdaten der Eltern. Im Alltag fällt er kaum auf, wird aber in einem Szenario wertvoll, das niemand einplant. Das LED-Licht aus dem POC-Zubehörset macht sich auf flachen Abfahrten am späten Nachmittag bezahlt, wenn die Sicht nachlässt. Ob der jeweilige Händler das Set im Preis inbegriffen hat, lohnt sich vorher zu prüfen, denn POC führt es als separates Zubehör.
Alltagstest (Skiort / Auto / Skischule)
Schon die Fahrt zum Skiort ist der erste logistische Test für die POCito Skull. Eine durchgehende Hartschale lässt sich nicht zusammendrücken. Mit 490 Gramm und Kindergröße fällt sie im Vergleich zu Erwachsenenmodellen kompakt aus, beansprucht in Skitasche oder Helmtasche aber einen festen Platz, der eingeplant werden muss. Wer für eine vierköpfige Familie samt Skiausrüstung packt, sollte den Helm neben Schuhen und Stöcken mitdenken, statt ihn einfach in eine Ecke der Tasche zu stopfen. Das ist eine kleine logistische Überlegung, die jeder Vollschalenhelm dieser Größenklasse mit sich bringt, und kein Grund, sich gegen dieses Produkt zu entscheiden.
Beim Abgeben in der Skischule zahlt sich das optionale LED-Licht aus. Am frühen Morgen im flachen Winterlicht am Lift oder beim Abholen am Ende des Tages, wenn die Sicht schon vor 16 Uhr nachlässt: Das blinkende Licht macht das Kind in der Gruppe leichter erkennbar, ganz ohne eigenes Zutun. Die Warnweste zieht sich über die Jacke, für den Weg vom Parkplatz zum Lift. Beide Extras funktionieren, ohne dass jemand, der sie trägt, noch darüber nachdenken muss, und genau so sollte Sicherheitsausrüstung in diesem Alter sein.
Bei der Passform ist Ehrlichkeit gefragt. Es handelt sich um eine durchgehende Rennschale, und Besitzer berichten, dass sie bei breiteren oder runderen Köpfen eng sitzen kann, besonders bei Kindern, die Helme ohnehin ablehnen. POC führt die Reihe auch in anderen Ausführungen: Die POCito Fornix MIPS und die POCito Obex MIPS lohnen sich als Alternative zum Anprobieren, beide mit MIPS, das der Skull fehlt. Der Helm sollte vor dem Kauf am Kind anprobiert werden, ob online oder im Laden, und die Rückgabebedingungen lohnt es sich vorher zu prüfen. Der eigene Shop von POC nennt eine Rückgabefrist von 30 Tagen.

Technische Daten, die wirklich zählen
- Gewicht: 490 g (offizielle Angabe von POC; manche Händler nennen 500 g)
- Kopfumfang: Einheitsgröße = XS-S, 51 bis 54 cm (POC gibt 51/52 bis 53/54 cm an); für Kinder von etwa 4 bis 10 Jahren, je nach Kopfgröße
- Außenschale: Schale aus Polycarbonat/ABS im Spritzgussverfahren; durchgehende Aramid-Durchstoßsperre
- Liner: EPP-Innenschale (expandiertes Polypropylen) für mehrfache Stoßabsorption; herausnehmbares Komfortpolster aus LD-Schaum, mit der Hand waschbar
- Zertifizierung: EN 1077 Klasse A (laut Produktseite von POC)
- MIPS: Nein. Die Skull setzt auf eine durchgehende Aramid-Durchstoßsperre und verzichtet auf einen Rotationsliner; MIPS gibt es bei der POCito Fornix MIPS und der Obex MIPS
- Passsystem: Drehrad auf der Rückseite, stufenlose Verstellung im Bereich XS-S
- RECCO: Integrierter Lawinenrettungsreflektor (passiv, keine Batterie nötig)
- Extras: Reflektierende Aufkleber und ein Brillenclip mit My-Info-Kontaktfach. POC bietet außerdem ein Zubehörset mit LED-Licht und Warnweste an.
- Farben: Fluoreszierendes Blau, fluoreszierendes Orange, fluoreszierendes Pink, fluoreszierendes Gelbgrün
- Pflege: Liner herausnehmen; Komfortpolster von Hand kalt waschen; an der Luft trocknen lassen, fern von direkter Hitze
- Garantie und Rückgabe: Die aktuellen Garantiebedingungen finden sich auf poc.com; der eigene Shop von POC nennt eine Rückgabefrist von 30 Tagen.
Vor- & Nachteile
Vorteile
- Von POC angegebene Zertifizierung nach EN 1077 Klasse A, mit durchgehender Aramid-Durchstoßsperre
- EPP-Mehrfachaufprall-Liner: für mehr als einen Sturz ausgelegt (nach jedem ernsthaften Aufprall austauschen)
- Integrierter RECCO-Lawinenreflektor, passiv, ohne Batterie
- Drehrad auf der Rückseite wächst mit dem Kind mit; Besitzer berichten von zwei bis drei Saisons pro Helm
- Reflektierende Aufkleber und My-Info-Kontaktfach am Brillenclip, dazu optional LED-Licht und Warnwesten-Set
- Leuchtfarben machen Kinder auf belebten Pisten leicht auffindbar
- Für junge Skirennläufer gebaut, mit denselben Technologien wie POCs Rennhelme für Erwachsene
Nachteile
- Harte Vollschale bedeutet enge Öffnung: bei manchen Kindern schwierig zu passen, besonders bei breiteren oder runderen Köpfen
- 490 g sind bei den kleinsten Köpfen über einen ganzen Tag spürbar
- Nur eine Größe (51 bis 54 cm): Für Familien mit älteren oder größerköpfigen Kindern braucht es ein anderes Modell
- Kein MIPS; die POCito Fornix MIPS und Obex MIPS sind die MIPS-Optionen der Reihe
- Besitzer bemängeln die eingeschränkte Belüftung an warmen Tagen; eher geeignet für kaltes Alpinskifahren als für Frühjahrspisten
- In der Vorsaison (September bis Oktober) ist die Verfügbarkeit bei mehreren EU-Händlern lückenhaft; poc.com führt den Helm zu 170 Euro

FFH Gear Score
- Funktionalität: 8.5 / 10.
- Verarbeitung & Langlebigkeit: 8.5 / 10.
- Bedienung: 7.0 / 10.
- Familientauglichkeit: 7.5 / 10.
- Preisklasse: $$$$ von $$$$$.
- FFH Gear Score: 7,9 / 10.
Fazit
Die POCito Skull richtet sich an Eltern, die vom Rennsport abgeleiteten Schutz in Kindergröße wollen, und verdient sich ihre 7,9 Punkte. POC gibt EN 1077 Klasse A, eine durchgehende Aramid-Durchstoßsperre und einen für wiederholte Stürze ausgelegten EPP-Liner an, in einer 490-Gramm-Schale mit Drehrad, das mit dem Kind mitwächst. Die Farben sind bewusst laut, und genau das ist auf einer belebten Piste der Sinn.
Die Kompromisse sind real. Die Vollschale kann bei breiteren Köpfen eng sitzen, das Gewicht ist bei den kleinsten Kindern über einen ganzen Tag spürbar, die Belüftung ist an warmen Tagen begrenzt, und MIPS fehlt. Kinder, die Helme ablehnen, sollten die Schale vor dem Kauf im Laden gegen die POCito Fornix MIPS und Obex MIPS antesten.
Für Familien, die im kalten Alpingelände unterwegs sind, mit Kindern in der Skischule oder im Nachwuchsrennsport, ist dies die richtige Wahl. Der EPP-Liner ist für die Stürze eines lernenden Skifahrers gemacht, und bei 170 Euro über zwei bis drei Saisons verteilt ist der Preis fair. Eine klare Empfehlung bleibt: den Helm vor dem Kauf am Kind anprobieren.
POC POCito Skull: Fragen von Familien
Für wen eignet sich die POC POCito Skull am besten?
Für Kinder von etwa 4 bis 10 Jahren mit einem Kopfumfang von 51 bis 54 cm, die regelmäßig skifahren, auch in Skischule oder Nachwuchsrennsport. Sie eignet sich für Familien, denen Schutz an erster Stelle steht und die im kalten Alpingelände unterwegs sind. Kinder, die Helme ablehnen oder einen breiteren Kopf haben, sollten vorher anprobieren und können die Skull mit POCs POCito Fornix MIPS oder Obex MIPS vergleichen.
Für welches Alter und welche Kopfgröße passt die POCito Skull?
Die Einheitsgröße (XS-S) deckt 51 bis 54 cm Kopfumfang ab, was für die meisten Kinder von etwa 4 bis 10 Jahren passt, je nach Kopfgröße. POC bietet die POCito Skull nicht in weiteren Größen an, weshalb Familien mit älteren oder größerköpfigen Kindern auf ein anderes Modell ausweichen sollten. Der Kopfumfang des Kindes lässt sich vor dem Kauf leicht messen, und eine Anprobe lohnt sich, wenn möglich.
Ist der Helm mit 490 Gramm für ein kleines Kind über den ganzen Tag zu schwer?
POC gibt das Gewicht mit 490 g an (manche Händler nennen 500 g). Die meisten Kinder kommen damit gut durch einen Skitag, doch es handelt sich um eine durchgehende Rennschale, und die jüngsten Kinder spüren das Gewicht durchaus, am ehesten an warmen Frühjahrstagen mit eingeschränkter Belüftung. Bei vier- oder fünfjährigen Kindern lohnt sich diese Überlegung vor dem Kauf besonders.
Welche Sicherheitszertifizierungen hat die POCito Skull?
Auf der eigenen Produktseite führt POC die POCito Skull mit der Zertifizierung EN 1077 Klasse A, samt durchgehender Aramid-Durchstoßsperre und RECCO-Lawinenrettungsreflektor. Manche Händler geben die Norm abweichend an, daher lohnt sich ein Blick auf das Etikett am Helm selbst. Nach einem ernsthaften Aufprall sollte jeder Helm ausgetauscht werden.
Warum hat die POCito Skull kein MIPS?
Die POCito Skull kommt ohne MIPS aus. Ihr Schutz beruht auf einer starren PC/ABS-Schale, einem EPP-Mehrfachaufprall-Liner und einer durchgehenden Aramid-Durchstoßsperre, demselben Ansatz, den POC bei seinen Rennhelmen für Erwachsene verfolgt. Wer MIPS wünscht, findet es bei POCs POCito Fornix MIPS oder POCito Obex MIPS.
Ist die POCito Skull schwer auf den Kopf eines kleinen Kindes zu bekommen?
Bei manchen Kindern schon. Es handelt sich um eine durchgehende Rennschale, und Besitzer berichten, dass sie bei breiteren oder runderen Köpfen eng sitzen kann, ebenso bei Kindern, die Helme grundsätzlich ablehnen. Ist der Helm erst einmal auf dem Kopf, lässt sich die Passform über das Drehrad leicht einstellen. Vor dem Kauf sollte er am Kind anprobiert werden, und ein Blick auf die Rückgabebedingungen lohnt sich; der eigene Shop von POC nennt eine Frist von 30 Tagen.
Wie viele Skisaisons hält ein Helm normalerweise?
Aus Erfahrungsberichten geht hervor, dass eine POCito Skull häufig zwei bis drei Saisons hält, bevor das Kind aus dem Verstellbereich XS-S herauswächst. Der EPP-Liner ist für mehr als einen Aufprall ausgelegt, dennoch sollte jeder Helm nach einem ernsthaften Sturz ausgetauscht werden. Der Liner lässt sich zum Reinigen herausnehmen. Bei 170 Euro, verteilt über zwei bis drei Winter, lässt sich der Preis leichter rechtfertigen, als es für eine einzelne Reise zunächst scheint.
Wie fügt sich die POCito Skull in die übrige von FFH getestete Bergausrüstung für Familien ein?
Die POCito Skull deckt gezielt den Kopfschutz ab; eine vollständige Alpinausrüstung für ein kleines Kind braucht daneben auch Sonnenschutz für große Höhen und Tragekapazität für längere Tage. Als ergänzende Ausrüstung für Bergreisen mit kleinen Kindern hat FFH unter anderem getestet: La Roche-Posay Anthelios Dermo-Pediatrics SPF 50+ für Gesichts- und Ohrenschutz auf der Piste, sowie Deuter Kid Comfort Pro für Wandertage, an denen die Skier im Chalet bleiben. Die POCito Skull überschneidet sich mit keinem der beiden; zusammen decken sie die wichtigsten Schutz- und Logistiklücken für Familien mit Kindern zwischen 3 und 10 Jahren auf einer Alpenreise ab.






