Maxi-Cosi Pebble 360 Pro² Infant Car Seat

Maxi-Cosi Pebble 360 Pro² drehbare Babyschale von Maxi-Cosi (Pebble 360 Pro²)

Für den ersten Flug mit dem Neugeborenen und jeden anschließenden Flughafentransfer, wenn eine flach verstellbare, zertifizierte Babyschale wichtiger ist als ein niedriger Preis.

Überblick

Der Pebble 360 Pro² ist Maxi-Cosis dreh- und ausziehbare Babyschale. Zunächst zählt vor allem eine Zahl: Im September 2026 kostet die Schale auf der deutschen Maxi-Cosi-Website €259.99, die drehbare FamilyFix 360 Pro Basis kommt separat für €269.99 hinzu. Für einen Sitz, der rund achtzehn Monate genutzt wird, ist das keine kleine Investition. Für die passende Familie ist sie jedoch gut begründbar. Das neueste Pebble-Modell ist er inzwischen nicht mehr: Maxi-Cosi bietet auch den Pebble Slide Pro für €269.99 an, der mit der anderen Basis FamilyFix Slide Pro kombiniert wird.

ADAC und Stiftung Warentest veröffentlichten im Mai 2024 ihre Bewertung: 2.2 insgesamt nach deutscher Schulnotenskala, bei der niedriger besser ist. Die Sicherheitsnote lag bei starken 1.5 mit dem Fahrzeuggurt und bei 1.7 mit montierter FamilyFix 360 Pro Basis. Die Bewertungen für Crashverhalten und Handhabung stammen vom ursprünglichen Pebble 360 Pro, den der ADAC im Oktober 2023 wegen Naphthalin im Bezug abwertete. Der Pro² erhielt einen neuen Bezug und bestand. Maxi-Cosi weist auf der deutschen Produktseite zudem eine TÜV-Zulassung für die Nutzung im Flugzeug in jeder Liegeposition aus. Genau dieses Detail verändert die Planung einer Langstreckenreise mit einem zwei Wochen alten Baby.

Wir haben ihn so betrachtet, wie die meisten Eltern tatsächlich einkaufen: erst die Babyschale, dann einige Wochen später die zweite, deutlich schmerzhaftere Rechnung für die Basis, sobald die ersten Krankenhausrechnungen beglichen sind.

Maxi-Cosi Pebble 360 Pro² infant car seat in Twillic Graphite, front view with the carry handle raised and the three-point harness buckled
Der Pebble 360 Pro² in Twillic Graphite, die am 23. September 2026 auf der deutschen Maxi-Cosi-Website verfügbare Farbe. Bild mit freundlicher Genehmigung von Maxi-Cosi

Warum es sich hervorragend für Familienreisen eignet

SLIDETECH stellt Maxi-Cosi an erste Stelle, zu Recht. Auf der FamilyFix 360 Pro Basis lässt sich der Sitz mit einer Bewegung zur Tür drehen und 17cm näher zu den Eltern schieben. Das Anschnallen eines Neugeborenen bedeutet damit nicht länger, halb im Auto zu knien, während ein Gurt in die Kniekehle drückt. Die Base T von Cybex bietet den drehbaren Teil derselben Idee. Beide Marken haben recht: Im Alltag zählt das mehr als die meisten Datenblattfunktionen. Vor der Fahrt muss der Sitz wieder rückwärtsgerichtet einrasten, denn laut Maxi-Cosi-Handbuch darf nicht mit zur Tür gedrehtem Sitz gefahren werden.

G-CELL nennt Maxi-Cosi seinen Seitenaufprallschutz, der die Aufprallkräfte laut Hersteller vom Kind wegführt. Das ist die Beschreibung der Marke, daneben stehen unabhängige Werte: Der ADAC bewertete das Verletzungsrisiko beim Seitenaufprall mit Fahrzeuggurt als sehr gering, mit Basis als gering. Dies floss in die Sicherheitsnoten 1.5 und 1.7 ein, wobei 1.5 auf der ADAC-Skala noch die letzte Stufe von ‘sehr gut’ ist.

ClimaFlow, Maxi-Cosis Zusammenspiel aus Belüftungsöffnungen, atmungsaktivem Schaum und offenem Mesh-Gewebe, ist ein kleineres Detail mit spürbarer Alltagswirkung: weniger schweißnass aufwachende Nacken auf einer warmen Fahrt. Beim Transfer am Mittelmeer im August zählt das weit mehr als auf dem Papier.

Maxi-Cosi Pebble 360 Pro² rotated and slid forward on its FamilyFix 360 Pro base using SLIDETECH
Zur Tür gedreht, gleitet der Sitz auf seiner separat erhältlichen Basis dank SLIDETECH 17cm näher heran. Bild mit freundlicher Genehmigung von Maxi-Cosi

Im Alltagstest (Flughafen / Auto / Hotel)

Flughafen: Hier setzt sich der Pebble klar vom Cybex Cloud T i-Size ab. Maxi-Cosi erklärt ausdrücklich, der Pebble 360 Pro² sei in jeder Liegeposition, auch in der flachsten, TÜV-zugelassen für die Nutzung im Flugzeug. Auch die ADAC-Testseite verweist auf eine Zulassung für bestimmte Flugzeuge. Nach Maxi-Cosis Anleitung wird er auf einem vorwärtsgerichteten Passagiersitz mit dem Beckengurt des Flugzeugs gesichert. Das Baby braucht also einen eigenen gebuchten Sitzplatz und reist nicht auf dem Schoß eines Elternteils. Fluggesellschaften haben weiterhin eigene Regeln für Mitnahme und Sitzplatzierung von Kindersitzen. Vor dem Flug sollte dies daher mit der jeweiligen Airline geklärt sein. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, reist die eigene Babyschale mit, statt auf ein Flugzeug-Babybett oder einen unpassenden Leihsitz am Zielort angewiesen zu sein.

Auto: Ohne Basis wird der Pebble 360 Pro² mit dem fahrzeugeigenen Dreipunktgurt befestigt. Die ADAC-Sicherheitsnote 1.5 genau für diese Konfiguration beruhigt durchaus, wenn am ersten Tag nicht noch weitere €269.99 für die Basis eingeplant sind. Mit FamilyFix 360 Pro übernehmen ISOFIX-Konnektoren und Stützfuß, Sichtanzeigen bestätigen den korrekten Einbau. Bei Mietwagen im Ausland gibt es einen Haken: Laut ADAC ist die Basis nur auf i-Size-Sitzplätzen oder in Fahrzeugen aus Maxi-Cosis Typenliste zugelassen. Die Gurtmontage bleibt deshalb eine sinnvolle Alternative, die sich zu Hause üben lässt. Bei der Handhabung lohnt ein genauer Blick auf die ADAC-Note 2.8 in beiden Konfigurationen. Sie liegt im Bereich ‘befriedigend’. Genannt werden das hohe Gewicht, der schwer abnehmbare Bezug, ein leicht erhöhtes Fehlbedienungsrisiko und beim Einbau mit Gurt ein größerer Aufwand. Das Anschnallen des Babys bewertet der ADAC in beiden Varianten als einfach. Zum Vergleich: Der Cybex Cloud T i-Size erreichte in der ADAC-Runde vom Oktober 2023 auf der Base T eine Handhabungsnote von 2.2, allein mit Gurt jedoch 3.0.

Hotel: Im Hotelzimmer verdient eine Babyschale ihren Platz als vertrauter, mobiler Ablageort für ein jetlaggeplagtes Baby. Die flache Liegeposition hilft dabei mehr, als die Marketingbilder vermuten lassen. Sie gehört auf den Boden: Maxi-Cosis Handbuch warnt vor erhöhten Flächen wie Tisch oder Stuhl. Innerhalb der Zulassungsgrenzen von 87cm und 13kg ist laut ADAC vor allem der Kopf entscheidend: Erreicht er den oberen Rand der Schale, wird der nächste Sitz fällig. Besser auf den Kopf achten als auf die achtzehn Monate auf der Verpackung.

Side view of the Maxi-Cosi Pebble 360 Pro² clicked onto a stroller chassis, fully reclined
Ohne Basis rastet die Schale auf einem kompatiblen Kinderwagen ein, praktisch für den Weg von der Ankunftshalle zum Taxistand. Bild mit freundlicher Genehmigung von Maxi-Cosi

Technische Daten, die wirklich zählen

  • Alters- und Größenbereich: Von Geburt an (ab 40cm) bis etwa 18 Monate, bis 87cm und 13kg, laut Maxi-Cosi; auch für Frühgeborene geeignet.
  • Sicherheitsstandard: UN R129/03 (i-Size).
  • Ergebnis unabhängiger Tests: ADAC/Stiftung Warentest, Mai 2024: 2.2 insgesamt mit dem fahrzeugeigenen Gurt (Sicherheit 1.5, Handhabung 2.8, Ergonomie 2.0, Schadstoffe 1.0); 2.2 insgesamt mit FamilyFix 360 Pro Basis (Sicherheit 1.7, Handhabung 2.8, Ergonomie 2.1, Schadstoffe 1.0). Laut Stiftung Warentest erklärt Maxi-Cosi, dass der Pro² bis auf seinen separat getesteten Bezug dem getesteten ursprünglichen Pebble 360 Pro entspricht.
  • Gewicht des Sitzes: 4.7kg laut Maxi-Cosi; ADAC und Stiftung Warentest geben 5.2kg für die Schale und 8.6kg für die FamilyFix 360 Pro Basis an.
  • Abmessungen: Nicht in Maxi-Cosis deutscher Spezifikationstabelle angegeben; Stiftung Warentest nennt 44cm Sitzbreite, die Länge variiert je nach Liegeposition.
  • Basis: FamilyFix 360 Pro (ISOFIX mit Stützfuß, separat erhältlich, €269.99), erforderlich für die 360-Grad-Drehung und den 17cm-Auszug von SLIDETECH; die Montage allein mit dem fahrzeugeigenen Dreipunktgurt ist ebenfalls möglich. Auf derselben Basis folgt später der Kleinkindsitz Pearl 360 Pro.
  • Materialien: 59 Prozent Polypropylen laut Maxi-Cosis eigener Materialliste, ergänzt durch kleine Anteile EPP-Schaum, weitere Kunststoffe, verschiedene Stahlsorten und Aluminium sowie 22 Prozent Textil.
  • Pflege: Der Bezug kann laut Maxi-Cosi bei 30°C in die Maschine oder mit einem feuchten Tuch abgewischt werden, auch wenn der ADAC ihn als schwer abnehmbar bewertet.
  • Garantie: 24 Monate regulär, verlängert auf fünf Jahre bei Online-Registrierung innerhalb von sechs Monaten nach dem Kauf, laut deutscher Maxi-Cosi-Website.
  • Preis: €259.99 für die Schale auf Maxi-Cosis deutscher Website am 23. September 2026 (Twillic Graphite, verfügbar); deutsche Händler führen zudem Twillic Black, Green und Truffle, einer bot die Schale an diesem Tag für €199 an. FamilyFix 360 Pro Basis: €269.99. Zusammen zum Listenpreis: knapp €530.
Side profile of the Maxi-Cosi Pebble 360 Pro² with its carry handle raised
In Seitenansicht mit hochgestelltem Tragebügel: der Griff für den Weg vom Parkplatz bis zum Gate. Bild mit freundlicher Genehmigung von Maxi-Cosi

Vor- & Nachteile

Was ihn besonders praktisch macht:

  • Ausgewiesene TÜV-Zulassung für die Nutzung im Flugzeug in jeder Liegeposition, ein echter Vorteil auf Langstreckenreisen mit Neugeborenem.
  • Starke, unabhängig getestete Sicherheitsnoten: 1.5 mit Gurt, 1.7 mit Basis, beide von ADAC/Stiftung Warentest im Mai 2024.
  • Die Dreh- und Schiebefunktion der Basis erleichtert das Hineinsetzen eines Neugeborenen nach dem Einbau.
  • Auf derselben FamilyFix 360 Pro Basis kann später der Kleinkindsitz Pearl 360 Pro genutzt werden. Die höhere Investition gilt also nicht nur einem einzigen Sitz.

Was vor dem Kauf abzuwägen ist:

  • Die FamilyFix 360 Pro Basis kostet zusätzlich €269.99; zum Maxi-Cosi-Listenpreis liegt das Komplettsystem mit knapp €530 deutlich näher an €530 als am Einstiegspreis von €259.99.
  • Der ADAC bewertet die Handhabung nur mit 2.8, also ‘befriedigend’. Gründe sind das hohe Gewicht (5.2kg für die Schale und 8.6kg für die Basis laut ADAC), der schwer abnehmbare Bezug und ein leicht erhöhtes Fehlbedienungsrisiko.
  • Maxi-Cosis Spezifikationstabelle nennt keine Außenmaße, was die Prüfung des Kofferraums vor dem Kauf unnötig erschwert.
  • Gezielt zum Pro² greifen: Der Pebble 360 Pro der ersten Generation fiel im ADAC-Schadstofftest vom Oktober 2023 wegen Naphthalin im alten Bezug durch.
Close-up rendering of the ClimaFlow ventilation openings in the Maxi-Cosi Pebble 360 Pro² shell, with arrows showing the airflow
ClimaFlow kombiniert Belüftungsöffnungen mit atmungsaktivem Schaum und offenem Mesh-Gewebe, was laut Maxi-Cosi die Luftzirkulation verbessert. Bild mit freundlicher Genehmigung von Maxi-Cosi

FFH Gear Score

Funktionalität: 8.8 / 10.

Verarbeitungsqualität & Langlebigkeit: 7.9 / 10.

Bedienkomfort: 7.7 / 10.

Familientauglichkeit: 8.2 / 10.

Preisklasse: $$$$ von $$$$$.

FFH Gear Score: 8.2 / 10.

Maxi-Cosi Pebble 360 Pro² fully reclined on a car seat and held by the three-point vehicle belt
Ohne Basis mit dem Gurt befestigt und vollständig zurückgelehnt, eine Position, die Maxi-Cosi sowohl im Auto als auch auf dem Kinderwagen freigibt. Bild mit freundlicher Genehmigung von Maxi-Cosi

Fazit

Der Pebble 360 Pro² lohnt sich wegen der ausgewiesenen Flugzeugzulassung und der Sicherheitswerte, nicht wegen seines Preises. Mit €259.99 kostet die Schale rund €10 weniger als der von uns getestete Cybex Cloud T i-Size aus der Platinum-Linie. Mit den jeweiligen Basen wird das Maxi-Cosi-System zu deutschen Listenpreisen jedoch rund €20 teurer: knapp €530 gegenüber etwa €510. Entscheidend für eine bestimmte Familie ist die von Maxi-Cosi auf der Produktseite ausgewiesene TÜV-Flugzeugzulassung, bei ADAC-Noten, die auf der Basis hinter Cybex zurückbleiben, 2.2 gegenüber 1.7 insgesamt. Liegt das Budget für Schale und Basis deutlich unter €500, ist eine günstigere Babyschale gut vertretbar: Im ADAC-Test vom Mai 2023 erhielt die mit Gurt befestigte Joie i-Snug 2, vom ADAC mit etwa €119 gelistet, insgesamt 2.0 bei derselben Sicherheitsnote 1.5. Sie ist allerdings nur bis 75cm zugelassen, also ungefähr für das erste Jahr.

Für alle, die in den ersten achtzehn Monaten des Babys häufig fliegen, ist dies die Schale, die Kinderrückhaltesystem, Terminal, Taxi und Hotelzimmer miteinander verbindet, statt am Ziel auf einen unpassenden Leihsitz angewiesen zu sein. Dieser Komfort rechtfertigt die Rechnung.

Maxi-Cosi Pebble 360 Pro²: Funktionen und Vorteile (offizielles Video) Video ansehen ↗

Maxi-Cosi Pebble 360 Pro²: Häufige Fragen

Für wen eignet sich der Maxi-Cosi Pebble 360 Pro² besonders?

Für Familien, die eine ausgewiesene Flugzeugzulassung und starke, unabhängig geprüfte Sicherheitswerte wünschen und die FamilyFix 360 Pro Basis als nahezu unverzichtbare zweite Anschaffung einplanen. Maxi-Cosi erklärt, der Sitz sei in jeder Liegeposition TÜV-zugelassen für die Nutzung im Flugzeug. ADAC/Stiftung Warentest bewerteten ihn im Mai 2024 mit 2.2 insgesamt und mit 1.5 für die Sicherheit bei Befestigung mit dem fahrzeugeigenen Gurt. Damit passt er besser zu Familien, die mit Neugeborenem häufig fliegen, als zu überwiegend kurzen Fahrten vor Ort, für die eine einfachere, günstigere i-Size-Babyschale genügt.

Welches Alter, welche Größe und welches Gewicht deckt der Pebble 360 Pro² ab?

Von Geburt an (40cm) bis etwa 18 Monate, bis 87cm und maximal 13kg, laut Maxi-Cosis eigener Spezifikation nach UN R129/03 (i-Size); die Marke nennt ihn auch für Frühgeborene geeignet, die Neugeboreneneinlage wird bis über 60cm Körpergröße verwendet. Innerhalb dieser Grenzen gilt laut ADAC: Sobald der Kopf des Kindes den oberen Rand der Schale erreicht, ist der Wechsel zum nächsten Sitz fällig. Bei der Planung des Folgesitzes ist der Kopf daher wichtiger als der Kalender.

Ist die FamilyFix 360 Pro Basis nötig, und was bringt sie?

Zwingend nötig ist sie nicht, doch 360-Grad-Drehung und der Auszug von SLIDETECH funktionieren nur mit montierter Basis. Sitz und FamilyFix 360 Pro Basis werden auf Maxi-Cosis deutscher Website separat für €259.99 und €269.99 verkauft (geprüft am 23. September 2026). Ohne Basis wird der Pebble 360 Pro² mit dem fahrzeugeigenen Dreipunktgurt befestigt, der ADAC bewertete diese Konfiguration im Mai 2024 mit 1.5 für die Sicherheit. Mit Basis übernehmen ISOFIX und Stützfuß, der Sitz dreht sich und gleitet zum Hineinsetzen 17cm näher zu den Eltern. Der ADAC weist darauf hin, dass die Basis nur auf i-Size-Sitzplätzen oder in Fahrzeugen aus Maxi-Cosis Typenliste zugelassen ist, ein wichtiger Punkt bei Mietwagen.

Lässt sich der Pebble 360 Pro² tatsächlich im Flugzeug verwenden?

Maxi-Cosi erklärt, der Pebble 360 Pro² sei in jeder Liegeposition, auch in der flachsten, TÜV-zugelassen für die Nutzung im Flugzeug. Das ist die veröffentlichte Aussage des Herstellers, keine von uns gemessene Eigenschaft. Auch die ADAC-Testseite erwähnt eine Zulassung für bestimmte Flugzeuge. Maxi-Cosis Anleitung erlaubt die Nutzung nur auf einem vorwärtsgerichteten Passagiersitz, gesichert mit dem Beckengurt des Flugzeugs. Das Baby benötigt deshalb einen eigenen gebuchten Sitzplatz statt eines Platzes auf dem Schoß eines Elternteils. Die Regeln für Kindersitze in der Kabine legt weiterhin jede Airline selbst fest, daher sollte dies vor dem Flug mit der Fluggesellschaft abgestimmt sein. Im Terminal rastet die Schale für den Weg zwischen den Gates auf einem kompatiblen Kinderwagen ein.

Wie einfach lässt sich der Pebble 360 Pro² einbauen und im Alltag nutzen?

Mit Basis einfach, allein mit Gurt etwas aufwendiger. Die ADAC-Bewertungen vom Mai 2024 stufen das Anschnallen des Babys in beiden Varianten und den Einbau mit Basis als einfach ein, weisen beim Einbau mit Fahrzeuggurt jedoch auf mehr Aufwand hin. Die Handhabungsnote beträgt in beiden Fällen 2.8, auf der ADAC-Skala nur ‘befriedigend’. Ausschlaggebend sind das hohe Gewicht (der ADAC nennt 5.2kg für die Schale und 8.6kg für die Basis), der schwer abnehmbare Bezug und ein leicht erhöhtes Fehlbedienungsrisiko. Der Easy-in-Gurt, den Maxi-Cosi offen und aus dem Weg hält, erleichtert den Alltag am deutlichsten.

Welche Sicherheitszertifizierungen und unabhängigen Testergebnisse hat der Pebble 360 Pro²?

Er ist nach UN R129/03 (i-Size) zugelassen und wurde im Mai 2024 von ADAC und Stiftung Warentest bewertet, mit 2.2 insgesamt sowohl bei Befestigung mit dem fahrzeugeigenen Gurt (Sicherheit 1.5, Handhabung 2.8, Ergonomie 2.0, Schadstoffe 1.0) als auch mit montierter FamilyFix 360 Pro Basis (Sicherheit 1.7, Handhabung 2.8, Ergonomie 2.1, Schadstoffe 1.0). Laut Maxi-Cosi entspricht der Pro² dem ursprünglichen Pebble 360 Pro bis auf den Bezug. Die Crashergebnisse stammen daher aus dem Test dieses Sitzes vom Oktober 2023, den er ausschließlich wegen Naphthalin im alten Bezug nicht bestand; der neue Bezug wurde separat geprüft und bestand. Maxi-Cosi erklärt, das G-CELL-Seitenaufprallsystem führe Aufprallkräfte vom Kind weg. Der ADAC bewertete das Verletzungsrisiko beim Seitenaufprall mit Gurt als sehr gering, mit Basis als gering.

Was sind die wichtigsten Nachteile des Pebble 360 Pro² im Alltag?

Preis, Handhabung und Gewicht. Die FamilyFix 360 Pro Basis kostet zusätzlich €269.99. Zu Maxi-Cosis Listenpreisen liegt das System, das die meisten Familien letztlich kaufen, damit bei knapp €530 statt beim Einstiegspreis der Schale von €259.99. Die ADAC-Handhabungsnote 2.8 ist nur ‘befriedigend’. Genannt werden das hohe Gewicht (der ADAC führt 5.2kg für die Schale gegenüber 4.7kg bei Maxi-Cosi auf), der schwer abnehmbare Bezug und ein leicht erhöhtes Fehlbedienungsrisiko. Zudem nennt Maxi-Cosis Spezifikationstabelle keine Außenmaße, was die Prüfung eines bestimmten Kofferraums unnötig erschwert.

Lohnt sich der Pebble 360 Pro² im Vergleich zu günstigeren i-Size-Babyschalen?

Für Familien, die mit einem kleinen Baby häufig fliegen, ja; für gelegentliche kurze Fahrten vor Ort vermutlich nicht. Günstigere i-Size-Babyschalen mit vergleichbaren Crashergebnissen gibt es: Im ADAC-Test vom Mai 2023 erhielt die mit Gurt befestigte Joie i-Snug 2, vom ADAC mit etwa €119 gelistet, 2.0 insgesamt bei derselben Sicherheitsnote 1.5. Sie ist jedoch nur bis 75cm zugelassen, also etwa für das erste Jahr. Den Mehrpreis des Pebble begründen die Nutzung bis 87cm, das dreh- und ausziehbare Basissystem sowie Maxi-Cosis ausgewiesene Flugzeugzulassung. Diese Zulassung ist allerdings nicht exklusiv: Maxi-Cosi führt auch ältere Babyschalen wie Pebble Plus und Citi als TÜV Rheinland-zugelassen für Flugzeuge. Wenn Fliegen der Grund ist, lohnt sich daher bei jedem günstigeren Modell ein Blick auf die Flugzeugkennzeichnung.

Wie schneidet der Maxi-Cosi Pebble 360 Pro² gegenüber dem Cybex Cloud T i-Size oder dem Doona Liki Trike S5 ab?

Der direkteste Vergleich ist der mit dem Cybex Cloud T i-Size, einer weiteren Premium-Babyschale. Zu deutschen Listenpreisen kostet das Maxi-Cosi-System mit Basis etwa €20 mehr, rund €530 gegenüber €510. Auf ihren Basen bewertete der ADAC Cybex insgesamt besser (1.7 gegenüber 2.2), bei der Sicherheit (1.3 gegenüber 1.7) und bei der Handhabung (2.2 gegenüber 2.8). Allein mit Gurt schrumpft der Abstand auf 2.1 gegenüber 2.2: Cybex ist sicherer (1.0 gegenüber 1.5), aber schwieriger zu handhaben (3.0 gegenüber 2.8). Der Vorteil des Pebble liegt in der von Maxi-Cosi ausgewiesenen Flugzeugzulassung, die der ADAC für den Pebble, nicht aber für den Cloud T aufführt. Der Doona Liki Trike S5 beantwortet eine andere Frage: Doona gibt ihn für 10 bis 36 Monate an. Damit überschneidet er sich in den späteren Pebble-Monaten als Lösung für Wege mit einem Kleinkind in der Stadt, ist aber in keiner Phase ein Autositz.

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Produktdetails

MarkeMaxi-Cosi
ModellPebble 360 Pro²
KategorieBabyschale (i-Size, UN R129/03)
Gewicht4.7 kg (nur Schale, laut Maxi-Cosi); 5.2 kg laut ADAC/Stiftung Warentest; FamilyFix 360 Pro Basis 8.6 kg
AbmessungenSitzbreite 44 cm (Stiftung Warentest); Außenlänge und -höhe in Maxi-Cosi's deutscher Spezifikationstabelle nicht angegeben

FFH-Bewertung


8.2FFH Score
Funktionalität8.8
Qualität & Langlebigkeit7.9
Bedienung7.7
Familientauglichkeit8.2
Preisgestaltung$$$$$

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